Instagram, TikTok, Twitch: Sollte Social Media für Jugendliche verboten werden? Unter dieser Fragestellung spricht Kinderschutzbund-Präsidentin Prof. Dr. Sabine Andresen im Deutschlandfunk-Podcast Campus & Karriere über Chancen, Risiken und politische Verantwortung im digitalen Raum. Ausgangspunkt der Diskussion ist der international viel beachtete Schritt Australiens: Dort wurde vor rund einem Monat ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren eingeführt. Konkret verpflichtet das Gesetz große große Social-Media-Plattformen dazu, eine verlässliche Altersverifikation umzusetzen, etwa durch Gesichtserkennung oder die Vorlage von Ausweisdokumenten. Der Kinderschutzbund blickt kritisch auf pauschale Verbote: Er bezweifelt, dass sie wirklich den Schutz garantieren können, den sie beabsichtigen, und weist darauf hin, dass die Räume für Kinder und Jugendliche immer kleiner werden – schon in der analogen Welt und nun auch in der digitalen. Ist ein generelles Social-Media-Verbot also wirklich die richtige Lösung? „Wir müssen Schutz bei diesem Thema zusammendenken mit Teilhabe, Förderung und Bildung“, sagt Prof. Dr. Sabine Andresen. Sie macht deutlich, dass Kinder und Jugendliche einerseits wirksam vor Risiken im Netz geschützt werden müssen, andererseits aber auch ein Recht auf digitale Teilhabe, Mitbestimmung und Bildung haben. Entscheidend ist deshalb ein ganzheitlicher Ansatz, der klare Regeln und Verantwortung für Plattformen, altersgerechte Schutzkonzepte, medienpädagogische Bildung sowie die Stärkung von Eltern, Fachkräften und jungen Menschen selbst miteinander verbindet, statt komplexe gesellschaftliche Herausforderungen allein durch Verbote lösen zu wollen.




Ein guter Artikel aus der SZ von Mittwoch, 26. April 2017:


 

Kinderkrankheiten in Kindertagesstätten? Lesen Sie hier, was  DIE ZEIT Nr. 10, 2.März 2017, dazu schreibt!